Die Diskussion um den angeblichen “Neuen Feminismus” und die Rolle von Frauen in der Gesellschaft beschäftigt immer noch die Medienlandschaft. Vom Spiegel über DRadio via Zeit Campus bis hin zum – Achtung – Spezial: Der neue Feminismus auf Sueddeutsche.de hat kein Ressort das Thema verschmäht. Da wollen wir natürlich keine Ausnahme bilden und kurz einen Blick, aus Eigenperspektive versteht sich, auf Frauen und PR werfen. Wem der Begriff der Feminisierung der PR-Branche bisher noch nichts sagte, der sollte sich schleunigst damit vertraut machen: Laut den aktuellen Mitgliederzahlen der DPRG sind bereits über die Hälfte der Mitglieder weiblich. Andere Studien oder Artikel sprechen sogar von noch höheren Werten, gerade bei den Studienanfängern. Schauen wir in unseren Mikrokosmos Zucker. kommen wir auf zwei Drittel weibliche Mitarbeiter versus ein Drittel männliche Mitarbeiter plus ein weiblicher Hund, die Feminisierung scheint also unstoppbar im Gange zu sein. Gottseidank müssen sich aber Männer keine wirklichen Gedanken um ihren Platz in der (PR-)Welt machen, wie folgender Forschungsbeitrag (und eigentlicher Grund für diese Post) beweist:
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Der Begriff der Feminisierung der PR ist mir auch schon beim Studium begegnet und tatsächlich sind auch viele Pressestellen da draussen mit mehr Frauen als Männern besetzt (rein gefühlt). Dabei empfinde ich den Beruf des PRlers als ziemlich geschlechtsneutral.
“Selbst Männer schätzen die Arbeit als Hahn im Korb. Und das nicht wegen der größeren Auswahl potenzieller Partnerinnen, sondern weil sie hier keine Ellenbogen einsetzen müssen, sagt Jochen Pett von now.”
PR Branche – Männer verzweifelt gesucht, Spiegel Online 2001
Muss man als Mann tatsächlich gegen Frauen keine Ellenbogen einsetzen? Und setzen Frauen gegen Männer nicht auch Ellenbogen ein?
Ich glaube nicht, dass die weibliche Majorität in der Branche mit Ellenbogen zu tun hat.
“Women know your limits – in thought be plain and simple and let your natural sweetness shine through” und bloß keine Ellenbogen einsetzen!
Ich glaube ja, Männer neigen eher zu “over-education” (wie im Video so schön dargestellt). Und in einer Branche, in der praxisbezogenes Einfühlungsvermögen in vielerlei Hinsicht wichtig ist, stößt man(n) vielleicht öfter mal an die Grenzen seines theoretischen Wissens.